Land Rover Serie Werkstatt in Berlin

Land Rover Serie IIa - wartet auf de Restauration

Die Land Rover Series

Der Land Rover, oft liebevoll Landy genannt, gehört definitiv zu den automobilen Meilensteinen. Zu Zeiten, als die meisten Automobilbauer mit Kleinwagen wie dem VW-Käfer erfolgreich waren, wagte der englische Autobauer Rover den Schritt hin zum Geländewagen für die breite Masse.

Es wurde also nicht nur das Militär, sondern auch die Landwirtschaft fokussiert. Mercedes ging mit dem Unimog einen ähnlichen Weg, aber mit einem völlig anderen Konzept.

Land Rover Serie I Lizenzbau Vidal & Sohn, Tempo Werke Hamburg

Heute wird die Land Rover Series immer noch als Land Rover Defender gebaut, doch leider steht das Aus des Geländewagens, der beinahe 70 Jahre nahezu unverändert gebaut wurde, unmittelbar bevor. Dabei gehören die Modelle der Land Rover Series zu den Fahrzeugen, die unbedingt einen versierten Kfz-Mechaniker mit tiefem Fachwissen und breitem Erfahrungsschatz benötigen.

Genau diesen Service bieten wir Ihnen für Ihren Landrover – ob nun in Berlin, bundesweit oder ganz Europa.

Die Geburtsstunde des Land Rovers

Vor dem Krieg gehörte Rover zu den Automobilmarken, die sich vor allem durch hochwertige und prestigeträchtige Personenkraftwagen einen Namen machten. Doch wie bei anderen Herstellern auch, brachte der Zweite Weltkrieg massive Umwälzungen mit sich. Einerseits war Stahl in ganz Europa verknappt, wurde es doch in den Kriegsjahren in deutlichem Ausmaß für die Rüstungsindustrie benötigt.

Dazu kam, dass auch die Menschen in Großbritannien im Prinzip bei Null anfangen mussten und kaum Geld zur Verfügung hatten. Der Verkauf exklusiver und teuerer Oberklassen-Automobile war für die Autoindustrie zu diesem Zeitpunkt mit wirtschaftlichem Erfolg nahezu unmöglich. Also mussten neue Märkte erschlossen werden, die es bis dahin nicht gab. Dazu kam, dass auch die britische Regierung dringend wieder Liquidität benötigte.

Land Rover Serie III

Der Willys Jeep brachte die zündende Idee zum Land Rover

Daher ging man auf die bis vor dem Krieg erfolgreiche Automobilindustrie zu und setzte sie unter Druck, wieder Automobile zu bauen, die in die ganze Welt exportiert werden könnten. Maurice Wilks, der Bruder des ab 1929 bei Rover arbeitenden Geschäftsführers Spencer Bernau Wilks, war zu dieser Zeit technischer Direktor. Privat nutzte Maurice Wilks einen der zahlreichen Willys Jeeps, die nach dem Krieg in Europa blieben.

Er fand den Ur-Geländewagen der Amerikaner auch im Gelände und zum Transportieren äußerst praktisch. Also kam er auf die Idee, das Konzept eines geländegängigen Fahrzeuges auszuarbeiten. Dabei hatte er vor allem die Landwirtschaft als breite Käuferschicht im Auge. So ist es nicht verwunderlich, dass der erste Prototyp – heute würden wir Studie sagen – 1947 auf das Fahrgestell eines Willys Jeeps gestellt wurde.

Land Rover Serie III

Aus der Not wird eine Tugend

Da er ja die Bauernschaft im Visier hatte, taufte er das Entwicklungsprojekt einstweilen auf „Land Rover“. Doch schon am Prototypen zeigte sich der Mangel an den bis dahin verwendeten Stahlblechen. So wurde die Karosserie aus der Not heraus aus Duralumin gefertigt. Duralumin stellte Anfang des 20. Jahrhunderts eine völlig neue Aluminiumlegierung mit enormer Härte und ebenso guter Festigkeit dar.

Die Produktion der Leichtmetalllegierung kostete zwar rund das Dreifache von gewöhnlichem Stahlblech, war aber auch für eine Serienproduktion in ausreichender Menge vorhanden. So wurde zunächst ein Stahlleiterrahmen mit einer Spritzwand entworfen, die als stabiler Träger von Karosse und Antrieb dienen sollte. Die ersten Vorserien-Produktionen erhielten dann ihre Karosseriehaut aus der Aluminiumlegierung, die zusätzlich verzinkt wurde.

Schnell eilte dem Land Rover der Ruf der Unverwüstlichkeit voraus

Der Effekt, dass Aluminium dabei nur oberflächlich oxidiert und dann das darunter liegende Metall gegen weitere Oxidation schützt, war eher ein reiner Zufall, der sich aus diesem Stahlmangel heraus ergab. Die Teile wurden zusätzlich verzinkt. Dafür wurden die ersten Vorserien-Fahrzeuge schnell bekannt, galten sie doch nahezu als unverwüstlich. Das reicht so weit, dass selbst heute noch mehr als die Hälfte der Vorserien-Produktion existiert. Ab der Serienproduktion wurde dann allerdings nicht mehr verzinkt. In der niederländischen Hauptstadt stellte Rover dann am 30. April 1948 den Land Rover offiziell vor.

Land Rover Serie III

Mit dem Land Rover ging Rover ein enormes Risiko ein

Selbst zu diesem Zeitpunkt behielt er seinen Namen „Land Rover“. Damals waren aber heute selbstverständliche Marketingkonzepte nicht so geläufig. So ging der Produktion des Land Rovers auch keine Studie voraus, welche die Marktsituation und einen möglichen Absatzmarkt analysiert hätte.

Rover ging also völlig unvorbereitet in die Präsentation. Man wusste nicht, ob der Landy ein Erfolg oder ein absoluter Rohrkrepierer werden würde. Doch Wilks hatte das richtige Gespür. Die Nachfrage war schon während der Premiere des Land Rovers so groß, dass schon zu diesem Zeitpunkt unerwartet viele Bestellungen entgegengenommen werden konnten. So schaffte es der Land Rover, die ganze Firma zu sanieren.

Zwei Land Rover Serie III

Die erste Serie, der Land Rover Series I

Der Radstand maß 80 Zoll und als Antrieb wurde ein 1,6-Liter-Motor von Rover verwendet. Wegen des großen Erfolges folgte bald ein modifizierter Motor, der auf 2 Liter Hubraum gebracht wurde, der Radstand verlängerte sich auf 86 Zoll. Diese Angaben finden sich bei einigen Modellen auch konkret in der Modellbezeichnung.

Es kam 1953 ein Pick-up, außerdem 107er und 109er Radstände samt einem Dieselaggregat. Darüber hinaus, ähnlich wie bei einem Traktor und auch beim Mercedes Unimog, bot der Land Rover bis zu 5 Nebenantriebe, die über Wellen von Motor und Getriebe ausgingen. Entsprechend waren die Öffnungen für die Wellen unterschiedlich positioniert.

Die Nachfrage war so enorm, dass Lizenzen zum Nachbau vergeben wurden

Der Erfolg des Land Rovers war inzwischen zu spektakulär, dass man schlichtweg nicht mit der Produktion nach kam. Also wurden Lizenzen vergeben, sodass andere Unternehmen im Ausland den Land Rover ebenfalls bauen konnten. Alleine vom spanischen Santana Motors wurden rund 300.000 Land Rover in Lizenz gefertigt. Auch heute noch werden dort defender-ähnliche Fahrzeuge mit Iveco-Motoren gebaut.

Auch der deutsche Autobauer Tempo (Tempo Hanseat oder Matador) baute für den Bundesgrenzschutz Land Rover in geringer Stückzahl. Knapp 20.000 Land Rover C20 wurden vom belgischen Unternehmen Minerva produziert, die mit Continental-Motoren ausgestattet wurden. Der Lizenzbau der Land Rover markierte den letzten Überlebenskampf des Fahrzeugherstellers, der dann aber 1956 mit der Schließung des Unternehmens endete.

Zwei Land Rover Serie III

1958 wird der Land Rover Series II mit einigen Veränderungen eingeführt

1958 wurde dann die Serie II vorgestellt, weshalb die erste Baureihe nun automatisch zur Series I wurde. Die „markantesten“ Änderungen erscheinen heute beinahe schon witzig. So gab es beispielsweise neue Türscharniere, einen Diesel mit 2,2 L und Benziner mit 2,2 und 2,6 L. Außerdem erhielten der dritte und der vierte Gang der Schaltgetriebe nun Synchronringe. Bei der Modellpflege (Series IIa) gab es ein komplett synchronisiertes Getriebe.

Hauptsächlich wurde es mit Radstand 109 verbaut. Außerdem wurde die Karosserie nun breiter und höher. Diese Serie wurde bis in die 1970er hinein gebaut. Erst 1971 folgte die Land Rover Series III. Die auffälligste Veränderung gab es nun an den Scheinwerfern. Die wanderten von der zuvor mittig am nach hinten versetzten Kühlergrill angeordneten Position an die Front der kantigen Kotflügel, blieben aber rund.

Land Rover Serie IIa Transport

Von der Series III zum Land Rover Defender (Series IV)

Auch hier kann man heute über die Änderungen, die mit dem Modellwechsel kamen, schmunzeln. Nun war das voll synchronisierte Getriebe Serie. Außerdem gab es Kunststoffarmaturenbretter, einen Kunststoffkühlergrill und Außenspiegel an den Türen. Dazu eine verbesserte Hinterachse und einen von nun an 5-fach gelagerten Motor. Da der Vertrieb des Land Rover weltweit erfolgte, wurden auch die Schrauben allmählich auf metrische Maße umgestellt.

Die Series III wurde bis 1984 produziert. Dann folgte der Land Rover Defender, der wohl die maßgeblichsten Veränderungen mitbrachte. Lange Zeit hatte Land Rover nahezu ein Geländewagen-Monopol, nun aber drängten die japanischen Hersteller Nissan (Terrano, Pathfinder), vor allem Toyota (Land Cruiser), Mitsubishi (Pajero) und Suzuki verstärkt auf den Weltmarkt. Die Series IV kommt hier mit dem 110er (One Ten) sowie dem 90er (Ninety). Außerdem weichen die Blattfedern mit dem Defender nur Schraubfedern. Auch die Dieselmotoren wurden überarbeitet.

Land Rover Serie IIa und Land Rover Serie III

Die letzte Modellpflege 2007, 2015 das endgültige Aus

2007 folgte dann eine letzte, grundlegende Überarbeitung, mit der auch 6-Gang-Getriebe Einzug hielten, dazu eine modernisierte Motorenpalette und ein angepasstes Interieur. Da Land Rover inzwischen zu Ford gehört, kommen auch Motoren vom Mutterkonzern zum Einsatz. Zwar ist der Land Rover absolut nicht unverwüstlich, bei richtiger Pflege aber außerordentlich langlebig und robust.

Noch heute sind drei Viertel aller gebauten Landys weltweit unterwegs. Auch die Ersatzteilversorgung ist aus diesem Grund einfach. Leider ist der Land Rover aufgrund seiner Form nicht mehr konform zur EU-Gesetzgebung (Fußgängerschutz). Daher wird die Produktion 2015 eingestellt. Eine interessante Anmerkung ist auch das Kaufverhalten nach weltweiten Regionen.

Das Kaufverhalten in Entwicklungs- und Industrieländern

Anfang der 1980er (1983), als Geländewagen langsam salonfähig wurden, exportierte Land Rover zu 90 Prozent in Entwicklungs- und Schwellenländer. Doch auch in den Industrienationen lernte man den Landy schätzen. 1993 wurden nun plötzlich 90 Prozent aller Land Rover in den Industrieländern verkauft und nur noch 10 Prozent in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Allerdings musste Land Rover dafür Änderungen bezüglich der Ausstattung vornehmen, da sich die Anforderungen zwischen Industrieländern und Schwellen- bzw. Entwicklungsländern natürlich maßgeblich unterschieden.

Land Rover Serie IIa

Der Land Rover ist zwar robust, benötigt aber professionelle Wartung und Instandsetzung

Der Land Rover benötigt für die beschriebene Langlebigkeit vor allem eine professionelle Wartung. Leider ging dem Land Rover aber der Ruf der Unverwüstlichkeit voraus, weshalb es viele Besitzer eines Land Rovers durchaus zu Wartungsstaus kommen ließen. Das Aufbereiten und Restaurieren solcher Fahrzeuge kann teilweise sehr teuer werden. Beispielsweise sollten die originalen Vergaser (bei den entsprechenden Motoren) auf Vergaser von Weber umgestellt werden.

Außerdem kann mangelnde Wartung an den Achsschenkeln schnell Beträge über tausend Euro fordern. Auch die Steckachsen an den Hinterachsen können bei Wartungsstau Probleme bereiten. Da die Land Rovers aber viele mechanische Komponenten haben, die Öl brauchen (Haupt- und Nebengetriebe bzw. Reduziergetriebe, Lenkung, Lenkrelais, Motor, Luftfilter, Achsdifferenziale) sind Land Rover ohne Ölflecken am Boden nahezu unmöglich.

Land Rover Serie rettet seinen Bruder

Ihre freie Land-Rover-Fachwerkstatt im Herzen Berlins

Erfährt der Land Rover nun aber ausreichend Aufmerksamkeit und Professionalität bei der Wartung und Reparatur, ist er in der Tat nahezu unverwüstlich. In unserer Meisterwerkstatt im Herzen Berlins haben wir uns auch auf die Land Rover Series I, II, II und Defender spezialisiert. Wir kennen die verschiedenen Modelle also wirklich auswendig. Das ist auch wichtig, denn trotz der großen optischen Nähe zueinander unterscheidet sich die Technik von der einen zur nächsten Serie massiv voneinander.

Ob aus Berlin, europa- oder bundesweit – wir sind für Ihren Landy da!

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