Land Rover Baureihen – Geschichte und Baureihen

Land Rover Baureihen: Entstehung der Marke Land Rover

Als 1948 der erste Geländewagen aus dem Hause Rover vom Band lief, trug er die einfache Bezeichnung „Land Rover“. Nach dem Krieg war die Firma zum Export gezwungen, um ihren Fortbestand zu sichern. Zu diesem Zeitpunkt waren die Modelle jedoch maßgeblich für Luxus bekannt und fanden dementsprechend nur wenig Absatz in Europa.

Aus diesem Grund entwickelten die Brüder Wilks (Einer war Direktor, der andere Ingenieur), auf Basis des bekannten Willis Jeep, den ersten Land Rover. So begann aus der Not heraus geboren die erste Serie des Geländewagen.

Land Rover Baureihen: Land Rover Serie I

Erst 1958, als die zweite Serie vom Band lief, bekam der erste Land Rover den Titel Serie I. Die 10 Jahre produzierte erste Serie war maßgeblich durch Einsatzfähigkeit geprägt und konnte neben der klassischen und bekannte Seilwinde an der Front einige Geräte betreiben.

Mit den zuschaltbaren Kompressoren oder auch Holzspaltern, empfahl er sich für die Landwirtschaft und galt als Allround-Talent. Im Laufe der Jahre wurde er von 80 Inch (1948-1954) stufenweise auf 109 Inch (1957-1958) erweitert.

Parallel wurde der ursprünglich mit einem 1,6 l Otto-Motor ausgestattete Geländewagen, durch einen 2 l Otto- und einen 2 l Diesel-Motor ausgebaut.

Land Rover Baureihen: Land Rover Serie II

1958 kam die überarbeitete Version des Land Rovers auf den Markt. Grund für die Neuerung war die von Austin angekündigte Herausgabe eines eigenen Allrad-Wagens. Während die klassische Grundform des Wagens beibehalten wurde, wuchs die Karosserie und wurde von Anfang an mit zwei unterschiedlichen Radständen angeboten.

Die verfügbaren 88 und 109 Inch Fahrzeuge waren mit zwei Motorisierungen erhältlich, die im Vergleich zum Serie I ebenfalls überarbeitet und erweitert wurden. Dabei war der Ausbau des 2,0 l Benzin-Motors auf 2,25 l und der Anstieg von 50 auf 70 PS die größte Erneuerung.

Der Diesel-Motor bleib dabei, wie bei der Serie I unverändert. Bis 1961 wurden diese Versionen gebaut und dann durch den Serie II a abgelöst.

Das Update des Serie II hat sich vor allem auf die Motoren ausgewirkt. Die Kultivierung sollte vor allem mehr Leistung bringen. Daraus ergaben sich bald drei verfügbare Motoren. Einerseits ein Diesel mit 2,25 l und 83 PS, andererseits zwei Benziner mit entweder 2,25 l und 78 PS oder 2,6 l und 83 PS.

Der „große“ Benziner verfügt sogar über einen 6 Zylinder Antrieb. Optisch wurde die Palette der Angebote vor allem durch den Forward Control erweitert. Dieser vergrößerte Land Rover wurde vor allem durch das Militär oder auch die Feuerwehr benutzt.

Land Rover Baureihen: Land Rover Serie III

Von 1971 bis 1984 wurde der II a durch den Serie III abgelöst. Während die Größenmaße blieben, war es vor allem der Pick-Up, der die Baureihe auszeichnete und das Angebot ausbaute. Zeitgleich wurden Kühlergrill und Armaturenbrett durch Kunststoff ersetzt und erstmalig auch Außenspiegel angeboten. Damit blieb der Geländewagen den traditionellen Formen treu, ging aber dennoch mit dem Zeitgeist.

Nachdem die zu Beginn die Motoren der Serie II übernommen wurden, war die Einführung des 3,5l V8 die größte technische Neuerung der letzten Baureihe. Dieser sollte ursprünglich für die jamaikanische Polizei entwickelt und hauptsächlich für den Export produziert werden.

Trotz Stornierung des Auftrags wurde der V8 gebaut und bis 1980 nur für den Export gefertigt. Ab 1980 wurde er auch im britischen Inland verkauft, während die 6-Zylinder überarbeitet wurden. Der Serie III markiert einen Schnittpunkt in der Geschichte der Land Rover, da er die letzte Überarbeitung der Serie Modell darstellt und einigen technischen Punkten, wie der Blattfeder, ein Ende setzte.

Land Rover Baureihen: Land Rover 110/90/Defender

Obwohl der Serie III noch fünf Jahre gebaut werden sollte, kamen der 110 (One-Ten) und 90 (Ninety) auf den Markt und fanden reißenden Absatz. Dieser Tatsache ist es geschuldet, dass der Serie III bereits 1985, nach zwei Jahren, eingestellt wurde.

Technisch war es vor allem die Umrüstung auf Schraubenfedern, anstelle der alten Blattfedern, die einen Unterschied ausmachte. Dazu kam eine breite Motorenpalette und zahlreiche Sonderbauten, die den Land Rover flexibel gestaltbar machten.

So sind Motoren bis zu einem 3,5l V8 mit 135 PS möglich. Gleichbleibend, wie bei den Series Modellen, wurde die Karosserie aus Aluminium gebaut. Dadurch führten selbst tiefe Kratzer und Macken nicht zu Rost. Die Bezeichnungen 90 und 110 beziehen sich dabei auf den Radstand in Inch gemessen.

Land Rover Baureihen: Land Rover Discovery

Neben dem Defender stellte Land Rover 1989 den Discovery vor. Dabei waren es vor allem technische Erneuerungen und eine andere Zielgruppe, die den Discovery zeitlich erfolgreicher werden ließ als den Defender. Mit Luftfedern und ABS entwickelte der neue Land Rover gute Straßeneigenschaften und wurde zu einem Premiummodell der Marke.

Land Rover Baureihen: Land Rover Discovery Serie I 1989-1998

Um eine Abgrenzung zum Range Rover herzustellen wurde der Discovery etwas kompakter gestaltet und mit neuen Motoren ausgestattet. Von einem 200 Tdi bis zu einem 3,9 l V8 waren unterschiedlichste PS-Klassen verfügbar und der Discovery bekam 1995 mit 70.000 verkauften Fahrzeugen den Titel als erfolgreichster Land Rover. Nach einem Facelift 1995 wurden elektrische Fensterheber und Außenspiegel serienmäßig eingeführt.

Land Rover Baureihen: Land Rover Discovery Serie II 1999-2004

Optisch kaum verändert und erst durch das Facelift 2003 erkennbar, wurde der Serie II vor allem technisch verfeinert. Verbesserte Kurvenstabilität, Luftfederung mit Niveauregulierung und eine Bergabfahrhilfe waren erhältlich und sorgten für besseren Fahrkomfort. Dazu kamen Einführung des Automatikgetriebes und Ausbau der Motoren. Der nur als Viertürer erhältliche Wagen war bis 2004 zu kaufen und wurde 700.000 Mal produziert.

Land Rover Baureihen: Land Rover Discovery Serie III 2004-2009

Für den Serie III wurde der Diesel-Motor von Ford und der Benzin-Motor von Jaguar hergestellt. Die bis zu 299 PS starken Aggregate konnte sogar mit Tiptronic gesteuert und so im Sportmodus gefahren werden. Optisch erschien er wuchtiger und eleganter zugleich, wodurch die erste wirkliche Neuerung der Discovery Serie darstellte.

Land Rover Discovery Serie IV seit 2009

Seit 2009 wird die vierte Serie des Discovery gebaut und ist nicht nur leistungsstark, sondern auch auf Kraftstoffverbrauch und CO2 Wert ausgerichtet. So sind die kultivierten Motoren von Jaguar und Ford durch feinere Schaltstufen mit einem kleineren Verbrauch fahrbar. Vor allem der Kühlergrill bewirkt eine optische Modernisierung und lässt ihn futuristisch wirken.

Land Rover Baureihen: Land Rover Freelander ab 1997

Seit 1997 gibt Land Rover mit dem Freelander auch einen SUV heraus, der durch seine sportliche Optik glänzt. Bis 2004 war er der meistverkaufte SUV in Europa und bis zu seinem Produktionsende 2006 der meistverkaufte SUV in Großbritannien.

Ihm standen dabei 2 Benzin-Motoren und 3 Diesel-Motoren zu Verfügung die zwischen 98 und 177 PS Leistung brachten.

Seine Karosserie war sowohl als 3-Türer, wie auch als 5-Türer erhältlich. Ebenso konnte der Freelander als Cabrio bestellt werden.

Die zweite Generation des Freelanders, ab 2006 produziert, war nur noch als 5-Türer erhältlich. Dabei wurde die Motorenpalette auf jeweils einen Benziner und einen Diesel begrenzt und erst ab 2010 erweitert.

Er ist sowohl mit Automatik-, wie auch mit Schaltgetriebe käuflich.

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